Informationen zum Rezept

Die ärztliche Verordnung — das Rezept

Ergotherapie wird in der Regel von einemArzt/einer Ärztin verordnet.
Er/sie orientiert sich hier an den Richtlinien aus dem ergotherapeutischen Heilmittelkatalog. Je nach Krankheitsbild und Ziel kann er/sie zwischen folgenden ergotherapeutischen Maßnahmen wählen:

In bestimmten Fällen kann er dazu einen Hausbesuch verordnen.

Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Generell ist die ergotherapeutische Behandlung eine Kassenleistung. Gesetzlich Versicherte ab dem 18. Lebensjahr sind verpflichtet, einen Eigenanteil an die Krankenkassen abzuführen. Die Zuzahlung für den Versicherten beträgt 10,00 Euro pro Verordnung (üblicherweise 6-10 Einheiten pro Verordnung) plus 10% der Behandlungskosten (bei einer Regelbehandlung je nach Maßnahme, Anzahl und Krankenkasse zwischen  15,00 und 42,00 EURO). Dieser Betrag wird von den Heilmittelerbringern (unserer Praxis) eingezogen und ohne Abzug an die Krankenkasse weitergeleitet.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an.

In welchen Fällen können Sie sich von Ihrer Krankenkasse von den Zuzahlungen befreien lassen (Nachweis über einen so genannten „Befreiungsausweis“)?

1. Wenn die Höhe der Zuzahlungen im Kalenderjahr 2% Ihres Jahreseinkommens überschreitet.

2. Wenn Sie chronisch erkrankt sind. Definition für chronisch Kranke: Ein nachgewiesener Arztbesuch pro Quartal aufgrund derselben Krankheit.

plus entweder: Pflegestufe 2-3

oder Grad der Behinderung mind. 60%

oder Minderung der Erwerbstätigkeit mind. 60 %

oder kontinuierliche medizinische Versorgung erforderlich. Bei der „Chronikregelung“ gilt eine Zuzahlungspflicht von max. 1% des Jahreseinkommens.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die genauen Bedingungen.

Folgende Personengruppen sind von der Zuzahlungsregelung grundsätzlich nicht betroffen:

  • Privatpatienten
  • Versicherte der freien Heilfürsorge
  • Unfallverletzte (BG, Gemeindeunfallversicherung)
  • Postbeamtenkasse A
  • Versicherte der freien Arzt- und Medizinkasse (Hessen)
  • Patienten mit Befreiungsbescheinigung der Krankenkasse (s. oben)
  • Patienten unter 18 Jahren

 

Das Wichtigste in Kürze

1. Die Rezepte bei gesetzlich Versicherten sind max. 14 Tage ab Ausstellungsdatum gültig (bei Privatversicherten und BG-Versicherten gibt es abweichende Regelungen)

2. Die Verordnungsmenge im Regelfall (gesetzlich Versicherte) richtet sich nach der entsprechenden Indikationsgruppe. Wie schon oben erwähnt zwischen 6-10 Einheiten pro Rezept, 1-2 Mal die Woche, je nach Indikationsgruppen und Diagnose 6 bis 60 Einheiten.

3. Nach Ausschöpfung des oben erwähnten Regelfalls sehen die gesetzlichen Krankenkassen eine Therapiepause von 3 Monaten vor, bevor wieder mit einer erneuten Erstverordnung ein neuer Regelfall (aufgrund derselben Diagnose) begonnen werden darf.

4. Sofern medizinisch indiziert kann der Arzt eine „Verordnung außerhalb des Regelfalls“ anordnen. In diesem Falle wird ohne Therapiepause weiterbehandelt. Manche Krankenkassen erwarten dann, dass das Rezept bei ihnen zur Genehmigung vorgelegt wird. Ein Musterschreiben zum Antrag der Genehmigung einer Verordnung außerhalb des Regelfalls finden Sie hier.