Ergotherapie

Straße-Zeichnungen

Ergotherapie = frei aus dem griechischen übersetzt heißt Arbeitstherapie, Beschäftigungstherapie und begann mit einfachen Arbeiten auf dem Felde anstatt in einer „Anstalt“ verwahrt zu werden. Man stellte sehr schnell fest, das die Bewohner, wenn sie mit adäquater Arbeit (Land- und Hauswirtschaft, Sortierarbeiten) beschäftigt wurden, sich im Vergleich zu ihren untätigen Kollegen, die in den Anstalten eher verwahrt wurden, auf allen Bereichen erheblich besser entwickeln. Später entstanden daraus unter anderem die Werkstätten für Behinderte.

Die Ergotherapie entwickelte sich aus der Arbeitstherapie. Sie beschäftigt sich außerhalb des Kontexts der produzierenden Arbeit eher mit den vielfältigen persönlichen Lebensbereichen wie Schule, Alltagsbewältigung im eigenen Hause, Kontakt zu Familienmitgliedern und anderen Menschen oder sich selbst.

Immer mit dem Ziel, dem Klienten die größtmögliche Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit im Alltag und dadurch die gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen, werden spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung in verschiedenen Sequenzen angeboten:

Tun wir viel Verschiedenes, probieren wir immer mal was Neues aus, bleiben flexibel in unserem Denken und unseren Bewegungen, kommt es zur Bildung und Verknüpfung vielfältiger neuronaler Netze.

ABER nur häufig genutzte Verbindungen bleiben stabil erhalten. Also müssen wir einmal Gelerntes immer wieder tun = üben, trainieren, also auch „arbeiten“.